Die Stadt Lüneburg, in der Lüneburger Heide, kann auf eine 1000 Jährige Geschichte zurückblicken. Traditionsgemäß ist es der Markt einer jeden Gemeinde, um den sich die besten und ältesten Geschichten ranken. So ist es auch mit dem Stintmarkt in Lüneburg.
Der Stintmarkt im Hafenviertel der Stadt Lüneburg verdankt seinen Namen einem kleinen, silberfarbenen Lachsfisch, dem Stint. In früheren Zeiten wurde am Stintmarkt reger Handel betrieben. Es wurde Ware auf den Stufen der Kaimauer verkauft, während gegenüber mit Hilfe von Kranvorrichtungen schwere Lasten von den Schiffen gehoben wurden. Auch heute noch herrscht in diesem Viertel ein buntes Treiben. Allerdings sind es heute eher die Touristen, die den Stintmarkt besuchen, um sich von der besonderen Atmosphäre des Hafenviertels einfangen zu lassen. Ein besonderer Anziehungspunkt für Touristen ist der alte Kran, mit dem die Lasten von Bord gehoben wurden.
Der Stintmarkt bietet das typische Bild einer alten Hafengegend. Mittelalterliche Giebelhäuser, altes Kopfsteinpflaster und natürlich unzählige Kneipenschilder, die die Gäste in die Häuser locken sollen. So wundert es auch nicht, dass das Leben erst gegen Abend so richtig in Schwung kommt. Zahlreiche Besucher bevölkern an den Abenden die Kneipen des Stintmarktes. Viele dieser Kneipen befinden sich in alten Kellergewölben und so kann man, wenn man einmal so richtig in Feierlaune gekommen ist, selten sagen ob es draußen schon wieder Tag geworden ist. Bevor man sich allerdings in das Getümmel stürzt um von Kneipe zu Kneipe zu ziehen, empfiehlt sich ein Besuch in einem der guten Restaurants auf dem Stintmarkt. Einige dieser Restaurants sind äußerst beliebt und verzaubern die Gäste mit kulinarischen Leckerbissen.
Ein Bummel über den Stintmarkt im Lüneburger Hafenviertel lohnt sich also zu allen Tageszeiten. Tagsüber kann man dort die mittelalterlichen Bauwerke und die schöne Umgebung bestaunen und am Abend kann man sich am Stintmarkt in einer der zahllosen Kneipen verlieren. Letzter Tatsache verdankt der Stintmarkt im Übrigen den äußerst passenden Beinamen „Bermuda-Dreieck“.