Passau ist wohl einer der schönsten Orte in Niederbayern. Inmitten einer malerischen Landschaft der drei Flüsse Donau, Inn und Ilz gelegen, tun sich hier dem Besucher ungeahnte Möglichkeiten auf. Bereits bei der Ankunft spürt man die sanfte Berührung der Natur und eine einzigartige, aber angenehme Stille umgibt den Besucher. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören mehrere religiöse Bauten. Der erste Weg führt uns zum Dom St. Stefan, der sich am höchsten Punkt der Altstadt befindet. Der prunkvolle Dom beherbergt die größte Domorgel der Welt. Die Orgel erklingt mit 17974 Pfeifen und 233 Registern. Hier eine heilige Messe zu besuchen ist ein absolutes Muss und sollte in die Reiseplanung aufgenommen werden. Auch werden hier regelmäßig Orgelkonzerte veranstaltet. 1662 gab es in Passau einen zerstörerischen Stadtbrand, von dem auch der Dom nicht verschont wurde. Dabei brannte der Dom beinahe völlig aus. Seine heutige Schönheit verdankt er zwei Herren: Carlo Lurago (Architekt) und Giovanni Battista Carlone (Stuckateur). Die an Schönheit kaum zu übertreffende Fresken sind das Werk des Künstlers Carpoforo Tencalla.
Für eine kleine Abwechslung zu der kirchlichen Atmosphäre sorgt der Besuch im Rathaus sowie das Veste Oberhaus, in dem auch ein Museum untergebracht ist. Das Veste Oberhaus befindet sich auf dem St. Georg-Berg in Passau und ist für Besucher zugänglich. Im Jahr 1219 wurde mit dem Bau der Festung begonnen. Damals war das Veste Oberhaus Wirtschaftszentrum, Residenz sowie Verwaltungsmittelpunkt. In seiner weiteren Geschichte wurde das Oberhaus im Jahr 1822 zum Staatsgefängnis umfunktioniert. Die „Bastille Bayerns“ war eines der meist gefürchteten Gefängnisse seiner Zeit. 1932 wurde es von Passau übernommen.
Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem aus dem Oberhaus und Gefängnis ein Museum wurde. Im Museum finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen zur Stadtgeschichte statt. Auch werden hier historische Ausstellungen gezeigt. Das Rathaus mit seinen Rathaussälen gehört in Passau zu den meist beeindruckenden Bauten. Vor allem die Rathaussäle erfreuen sich bei Besuchern immer größer werdender Beliebtheit. Zu den Sälen gelangt man über eine Gotische Treppe, deren Bau mit dem Jahr 1446 angegeben ist. Auch das Rathaus litt unter dem Stadtbrand im Jahr 1662. Carlo Lurago und Giovanni Battista Carlone wurden mit der Gestaltung der Rathaussäle beauftragt. Einen atemberaubenden Anblick bieten die Kolossalgemälde von Ferdinand Wagner, die Kriemhilds Einzug in die Stadt, sowie die Hochzeit von Kaiser Leopold I. darstellen.